Rettungsschwimmtests 1-8

Rettungsschwimmtest 3

Pflichtprogramm: Alle 4 Übungen 3.1 - 3.4 müssen erfüllt werden

Wahlprogramm: Von den 4 Übungen 3.5 - 3.8 müssen 2 Disziplinen erfüllt werden

350m Freistil- und 50m Rückengleichschlagschwimmen ohne anzuhalten. Die Reihenfolge ist frei wählbar.

Rückengleichschlag:
Gleitphase in gestreckter Rückenlage ohne Hüftknick.

1–3 Armzug
4+5 Beinschlag mit gleichzeitigem Hochführen der Arme.
Anschliessend Gleitphase

Zeitlimite: max. 11.5 Minuten
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

25m Rettungsschwimmen in leichter Kleidung. Als leichte Kleidung für den „Retter“ und den „Rettling“ gilt:
Männer: Hose und Hemd Frauen: wie Männer oder Jupe und Bluse oder Rock

Rettungsschwimmen:
Der Abtransport eines Rettlings erfolgt mit einem Rettungsgriff. Mussten wir uns zuerst befreien und verhält sich der Ertrinkende nun ruhig, nehmen wir ihn sofort in einen Rettungsgriff. Schlägt er aber noch um sich, stossen wir ihn von uns weg und warten, bis er ermattet.

Nacken-Stirn-Griff:
Der Hinterkopf des Rettlings ist so in die nach oben gerichtete Handfläche zu legen, dass sein Nacken zwischen Daumen und Zeigefinger zu liegen kommt. Die andere Hand legt man sich in ungezwungener Haltung auf die Stirne und drückt so den Kopf leicht nach hinten. Die Arme des Retters bleiben möglichst gestreckt.

Nackengriff:
Eine Hand hält den Hinterkopf des Rettlings (wie beim Nacken-Stirn-Griff beschrieben) oder an den Haaren. Bekleidete Personen fassen wir am Kragen. Der Arm bleibt gestreckt. Mit dem freien Arm werden kräftige Armzüge ausgeführt. Es ist darauf zu achten, dass der Rettling möglichst im Kielwasser des Retters nachgezogen wird (geringerer Widerstand).

Fesselgriff:
Der Retter schiebt seinen Arm zwischen dem Körper und dem gleichen Arm des Ertrinkenden durch und fasst hinter dessen Rücken den abgewinkelten anderen Arm (z.B. mit rechtem Arm den linken Arm des Ertrinkenden fassen). Durch Drücken am Ellbogen kann der Rettling in die waagerechte Rückenlage gebracht und durch Drehen des gefassten Unterarms stabilisiert werden. Dieser Griff eignet sich besonders in fliessenden Gewässern (freie Hand zum Festhalten; beim Blick voraus sind Gefahren frühzeitig erkennbar!). In stehenden Gewässern kann der Retter auch in Rückenlage schwimmen.

Zeitlimite: max. 2 Minuten
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

Herausholen von 5 Tauchtellern/-ringli in einem Tauchgang. Die Teller sind in mindestens 180 cm Tiefe auf einer Fläche von 2 x 5m verteilt.

empfohlene Wassertiefe: min. 180cm

Start zum Durchtauchen eines Reifens, nach 23 m Rolle vorwärts durch auf dem Wasser liegenden Reifen und danach auf dem gleichen Weg zum Start zurückschwimmen. Bitte Distanzen beachten!

Zeitlimite: max. 1.75 Minuten
empfohlene Wassertiefe: min. 180cm

15m Tauchen in ABC-Ausrüstung mit Anschwimmen und Berühren des in 250cm Tiefe deponierten Gewichtringes (5 kg Sandsack), danach korrekt auftauchen.

Die ABC-Ausrüstung:
a) Die Taucherbrille: Die Nase gehört in die Brille. Man muss die Nase mit zwei Fingern zuklemmen können. Die Taucherbrille sollte gut sitzen. Sie soll durch Ansaugen ohne Riemen am Gesicht bleiben (durch die Nase einatmen). Sicherheitsglas schützt vor Augenverletzungen.
b) Der Schnorchel: Er soll nicht mehr als 30 cm lang, aus weichem Material (kein Hartplastik) und ventillos sein.
c) Die Flossen: Sie sollten nicht zu gross und nicht zu weich sein. Am besten sind solche aus Gummi. Flossen wählen, die sich nach unten wölben. Bei gestrecktem Fuss verlängert die Flossenspitze das Bein in gerader Linie (siehe in nebenstehender Zeichnung: gestrichelte Linie).
Empfohlen werden Flossen mit geschlosserner Schuhform (anprobieren mit Nylonsocken!).

Abtauchen kopfwärts:
Aus der normalen Schwimmlage heraus knickt der Taucher seinen Oberkörper nahezu rechtwinklig aus den Hüften heraus nach unten ab. Die geschlossenen Beine werden gleichzeitig nach oben gestreckt. Die aus dem Wasser ragenden Beine dienen als Gewicht und drücken den Körper unter Wasser. Die in Hochhalte befindlichen Arme führen unter Wasser einen kräftigen Schwimmzug aus, der bei den Oberschenkeln endet. Danach erfolgt der Druckausgleich. Die Flossen werden erst eingesetzt, nachdem sie vollständig eingetaucht sind.

Auf- und Austauchen:
Beim Austauchen ist eine ganze Körperdrehung um die Längsachse auszuführen. wobei der Blick nach oben gerichtet den Wasserspiegel nach allfälligen Hindernissen absucht. Ein Arm ist gestreckt über dem Kopf. Unmittelbar vor dem Austauchen wird der Schnorchel ausgeblassen. Panikaufstieg vermeiden!

empfohlene Wassertiefe: min. 250cm

1. Verlagerung des Körpergewichtes auf das Standbein, grosser Schritt ins Leere.
2. Anziehen des Standbeins nach hinten, so dass die Flosse und der Unterschenkel eine horizontale Linie bilden. Das andere Beinbleibt nach vorne gestreckt, leichte Rückenlage, Blick geradeaus. Maske mit einer oder mit beiden Händen festhalten.

empfohlene Wassertiefe:180-250cm

Fusssprung vorwärts gehockt mit Ausholbewegung
Die Phasenunterteilung, Strecken (beim Absprung), Hocken, Strecken (zum Eintauchen) ist zu beachten!

Absprung mit Ausholbewegung:
1. Die Arme sind in der Ausgangsstellung seitlich am Körper angeschlossen.
2. Die Arme holen seitwärts oder seitwärts-hoch aus und gleichzeitig hebt sich der Körper in den Zehenstand.
3. Die Arme schwingen seitwärts-abwärts, und die Fuss- und Kniegelenke werden gebeugt, ohne dass die Hüften und der Oberkörper nach vorne oder nach hinten fallen.
4. Die Arme schwingen rasch vorwärts in die Hochhalte, und der ganze Körper wird mit einem energischen Absprung gestreckt.

Sprunghöhe: Bassinrand oder 1m-Brett
empfohlene Wassertiefe: min. 250cm

Anschwimmen (10m) mit Startsprung, abtauchen über dem Gewichtsring, bergen desselben, Rücktransport in Rückenlage zum Bassinrand.
Beim Schwimmen in Rückenlage ist der Gewichtsring mit einer Hand in Bauchhöhe zu halten.
Bitte Distanzen beachten!


 

Gewichtsring=Tauchring der SLRG: Gewicht an Land 5 kg/ im Wasser 2.5 kg

empfohlene Wassertiefe: min. 180cm