Rettungsschwimmtests 1-8

Rettungsschwimmtest 4

Pflichtprogramm: Alle 4 Übungen 4.1 - 4.4 müssen erfüllt werden

Wahlprogramm: Von den 4 Übungen 4.5 - 4.8 müssen 2 Disziplinen erfüllt werden

350 m Freistil- und 50 m Rückengleichschlagschwimmen ohne anzuhalten. Die Reihenfolge ist frei wählbar.

Rückengleichschlag:
Gleitphase in gestreckter Rückenlage ohne Hüftknick.

1–3 Armzug
4+5 Beinschlag mit gleichzeitigem Hochführen der Arme.
Anschliessend Gleitphase

Zeitlimite: max. 10.75 Minuten
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

50m Kleiderschwimmen, gleich anschliessend mit Start auf Kommando 25 m Rettungsschwimmen mit einem ebenfalls bekleideten „Rettling“
Als leichte Kleidung für den „Retter“ und den „Rettling“ gilt:
Männer: Hose und Hemd
Frauen: wie Männer oder Jupe und Bluse oder Rock

Rettungsschwimmen:
Der Abtransport eines Rettlings erfolgt mit einem Rettungsgriff. Mussten wir uns zuerst befreien und verhält sich der Ertrinkende nun ruhig, nehmen wir ihn sofort in einen Rettungsgriff. Schlägt er aber noch um sich, stossen wir ihn von uns weg und warten, bis er ermattet.

Nacken-Stirn-Griff:
Der Hinterkopf des Rettlings ist so in die nach oben gerichtete Handfläche zu legen, dass sein Nacken zwischen Daumen und Zeigefinger zu liegen kommt. Die andere Hand legt man sich in ungezwungener Haltung auf die Stirne und drückt so den Kopf leicht nach hinten. Die Arme des Retters bleiben möglichst gestreckt.

Nackengriff:
Eine Hand hält den Hinterkopf des Rettlings (wie beim Nacken-Stirn-Griff beschrieben) oder an den Haaren. Bekleidete Personen fassen wir am Kragen. Der Arm bleibt gestreckt. Mit dem freien Arm werden kräftige Armzüge ausgeführt. Es ist darauf zu achten, dass der Rettling möglichst im Kielwasser des Retters nachgezogen wird (geringerer Widerstand).

Fesselgriff:
Der Retter schiebt seinen Arm zwischen dem Körper und dem gleichen Arm des Ertrinkenden durch und fasst hinter dessen Rücken den abgewinkelten anderen Arm (z.B. mit rechtem Arm den linken Arm des Ertrinkenden fassen). Durch Drücken am Ellbogen kann der Rettling in die waagerechte Rückenlage gebracht und durch Drehen des gefassten Unterarms stabilisiert werden. Dieser Griff eignet sich besonders in fliessenden Gewässern (freie Hand zum Festhalten; beim Blick voraus sind Gefahren frühzeitig erkennbar!). In stehenden Gewässern kann der Retter auch in Rückenlage schwimmen.

Zeitlimite: Kleiderschwimmen frei, Rettungsschwimmen maximal 1Min10
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

20m Streckentauchen mit Startsprung. Ein Start im Wasser ist nicht erlaubt.

empfohlene Wassertiefe: min. 160cm

Start mit einem Tauchstab, einhängen des Tauchstabes bei 10m (eventuell deponieren eines Steines), auftauchen, zum Reifen schwimmen, Rolle vorwärts durch den auf dem Wasser liegenden Reifen. Auf dem Rückweg ist der Tauchstab (Stein) wieder mitzunehmen und zum Start zurückzubringen. Bitte Distanzen beachten!

Zeitlimite: max. 1.75 Minuten
empfohlene Wassertiefe: min. 180cm

Herausholen von 8 Tauchtellern/-ringli in einem Tauchgang mit ABC-Ausrüstung. Die Teller sind in mindestens 250 cm Tiefe auf einer Fläche von 4 x 8m verteilt. Der Start muss im Wasser erfolgen.

ABC-Ausrüstung:
a) Die Taucherbrille: Die Nase gehört in die Brille. Man muss die Nase mit zwei Fingern zuklemmen können. Die Taucherbrille sollte gut sitzen. Sie soll durch Ansaugen ohne Riemen am Gesicht bleiben (durch die Nase einatmen). Sicherheitsglas schützt vor Augenverletzungen.
b) Der Schnorchel: Er soll nicht mehr als 30 cm lang, aus weichem Material (kein Hartplastik) und ventillos sein.
c) Die Flossen: Sie sollten nicht zu gross und nicht zu weich sein. Am besten sind solche aus Gummi. Flossen wählen, die sich nach unten wölben. Bei gestrecktem Fuss verlängert die Flossenspitze das Bein in gerader Linie (siehe in nebenstehender Zeichnung: gestrichelte Linie). Empfohlen werden Flossen mit geschlosserner Schuhform (anprobieren mit Nylonsocken!).

Abtauchen kopfwärts:
Aus der normalen Schwimmlage heraus knickt der Taucher seinen Oberkörper nahezu rechtwinklig aus den Hüften heraus nach unten ab. Die geschlossenen Beine werden gleichzeitig nach oben gestreckt. Die aus dem Wasser ragenden Beine dienen als Gewicht und drücken den Körper unter Wasser. Die in Hochhalte befindlichen Arme führen unter Wasser einen kräftigen Schwimmzug aus, der bei den Oberschenkeln endet. Danach erfolgt der Druckausgleich. Die Flossen werden erst eingesetzt, nachdem sie vollständig eingetaucht sind.

Auf- und Austauchen:
Beim Austauchen ist eine ganze Körperdrehung um die Längsachse auszuführen. wobei der Blick nach oben gerichtet den Wasserspiegel nach allfälligen Hindernissen absucht. Ein Arm ist gestreckt über dem Kopf. Unmittelbar vor dem Austauchen wird der Schnorchel ausgeblassen. Panikaufstieg vermeiden!

empfohlene Wassertiefe: min. 250cm

Kreis vorwärts in Bauchlage. Abtauchen kopfwärts (siehe 4.5), auftauchen in Bauchlage, an der Oberfläche Schnorchel ausblasen und zurückschwimmen.

empfohlene Wassertiefe: min. 250cm

Eintauchen kopfwärts aus der Neigehalte vom 1-m-Brett/Podest, durchtauchen bis zum Gewichtsring mit Ausführen des Druckausgleichs und anschliessendem Bergen des Gewichtsringes.

Druckausgleich:
Um dem Unbehagen im Ohr abzuhelfen, drückt man mit den Fingern die Nasenflügel zusammen und presst Luft in den Rachen und in die Nase. Dabei öffnet sich die Ohrentrompete derart, dass die gepresste Luft ins Mittelohr gelangt. So gleicht sich der Druck wieder aus, das Trommelfell ist jetzt wieder flach und entspannt; das Unbehagen ist weg. Ein grosser Druckunterschied zwischen dem Mittelohr und dem äusseren Ohr ist schmerzhaft und das Trommelfell kann sogar reissen! Sofort nach dem Abtauchen, dann alle 2–3 Meter sollte man einen Druckausgleich sowohl im Mittelohr als auch in der Brille vornehmen!

Vor dem Druckausgleich:
+ starker Aussendruck
– geringer Innendruck
= nach Innen gewölbtes Trommelfell, Schmerz


Nach dem Druckausgleich:
+ starker Aussendruck
+ gleich starker Innendruck
= entspanntes, flaches Trommelfell, Wohlbefinden

Sprunghöhe: 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min 350cm

Antauchen (10m) mit Startsprung bis zum Gewichtsring, bergen desselben und Rücktransport in Rückenlage zum Bassinrand. Beim Schwimmen in Rückenlage ist der Gewichtsring mit einer Hand in Bauchhöhe zu halten. Bitte Distanzen beachten!

empfohlene Wassertiefe: min. 180cm