Rettungsschwimmtests 1-8

Rettungsschwimmtest 6

Pflichtprogramm: Alle 4 Übungen 6.1 - 6.4 müssen erfüllt werden

Wahlprogramm: Von den 4 Übungen 6.5 - 6.8 müssen 2 Disziplinen erfüllt werden

400m Freistil- und 100m Rückengleichschlagschwimmen ohne anzuhalten. Die Reihenfolge ist frei wählbar.

Rückengleichschlag:
Gleitphase in gestreckter Rückenlage ohne Hüftknick.

1–3 Armzug
4+5 Beinschlag mit gleichzeitigem Hochführen der Arme.
Anschliessend Gleitphase

Zeitlimite: max. 13Min
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

50m Rettungsschwimmen mit Start auf Kommando im Wasser; maximal 3 Griffwechsel sind erlaubt.

Rettungsschwimmen:
Der Abtransport eines Rettlings erfolgt mit einem Rettungsgriff. Mussten wir uns zuerst befreien und verhält sich der Ertrinkende nun ruhig, nehmen wir ihn sofort in einen Rettungsgriff. Schlägt er aber noch um sich, stossen wir ihn von uns weg und warten, bis er ermattet.

Nacken-Stirn-Griff:
Der Hinterkopf des Rettlings ist so in die nach oben gerichtete Handfläche zu legen, dass sein Nacken zwischen Daumen und Zeigefinger zu liegen kommt. Die andere Hand legt man sich in ungezwungener Haltung auf die Stirne und drückt so den Kopf leicht nach hinten. Die Arme des Retters bleiben möglichst gestreckt.

Nackengriff:
Eine Hand hält den Hinterkopf des Rettlings (wie beim Nacken-Stirn-Griff beschrieben) oder an den Haaren. Bekleidete Personen fassen wir am Kragen. Der Arm bleibt gestreckt. Mit dem freien Arm werden kräftige Armzüge ausgeführt. Es ist darauf zu achten, dass der Rettling möglichst im Kielwasser des Retters nachgezogen wird (geringerer Widerstand).

Fesselgriff:
Der Retter schiebt seinen Arm zwischen dem Körper und dem gleichen Arm des Ertrinkenden durch und fasst hinter dessen Rücken den abgewinkelten anderen Arm (z.B. mit rechtem Arm den linken Arm des Ertrinkenden fassen). Durch Drücken am Ellbogen kann der Rettling in die waagerechte Rückenlage gebracht und durch Drehen des gefassten Unterarms stabilisiert werden. Dieser Griff eignet sich besonders in fliessenden Gewässern (freie Hand zum Festhalten; beim Blick voraus sind Gefahren frühzeitig erkennbar!). In stehenden Gewässern kann der Retter auch in Rückenlage schwimmen.

Zeitlimite: max. 2Min
empfohlene Wassertiefe: 120-200cm

Heraufholen von 8 Tauchtellern/-ringli in einem Tauchgang. Die Teller sind in mindestens 180cm Tiefe auf eine Fläche von 3 x 8m verteilt.

empfohlene Wassertiefe: min. 180cm

Startsprung und antauchen des Tauchstabes bei 1, aushängen desselben, auftauchen und bei 2 abtauchen zum Einhängen. Auftauchen und zur Wende schwimmen. Auf dem Rückweg zum Start ist der Tauchstab wieder von 2 zu 1 umzuhängen. Bitte Distanzen beachten!

Zeitlimite: max. 1Min30
empfohlene Wassertiefe: min. 180

Kopfwärts abtauchen, 25m Streckentauchen, auftauchen, Schnorchel ausblasen und ohne anzuhalten sofort 25m zurückschwimmen.

Die ABC-Ausrüstung:
a) Die Taucherbrille: Die Nase gehört in die Brille. Man muss die Nase mit zwei Fingern zuklemmen können. Die Taucherbrille sollte gut sitzen. Sie soll durch Ansaugen ohne Riemen am Gesicht bleiben (durch die Nase einatmen). Sicherheitsglas schützt vor Augenverletzungen.
b) Der Schnorchel: Er soll nicht mehr als 30 cm lang, aus weichem Material (kein Hartplastik) und ventillos sein.
c) Die Flossen: Sie sollten nicht zu gross und nicht zu weich sein. Am besten sind solche aus Gummi. Flossen wählen, die sich nach unten wölben. Bei gestrecktem Fuss verlängert die Flossenspitze das Bein in gerader Linie (siehe in nebenstehender Zeichnung: gestrichelte Linie). Empfohlen werden Flossen mit geschlosserner Schuhform (anprobieren mit Nylonsocken!).

Abtauchen kopfwärts:
Aus der normalen Schwimmlage heraus knickt der Taucher seinen Oberkörper nahezu rechtwinklig aus den Hüften heraus nach unten ab. Die geschlossenen Beine werden gleichzeitig nach oben gestreckt. Die aus dem Wasser ragenden Beine dienen als Gewicht und drücken den Körper unter Wasser. Die in Hochhalte befindlichen Arme führen unter Wasser einen kräftigen Schwimmzug aus, der bei den Oberschenkeln endet. Danach erfolgt der Druckausgleich. Die Flossen werden erst eingesetzt, nachdem sie vollständig eingetaucht sind.

Auf- und Austauchen:
Beim Austauchen ist eine ganze Körperdrehung um die Längsachse auszuführen. wobei der Blick nach oben gerichtet den Wasserspiegel nach allfälligen Hindernissen absucht. Ein Arm ist gestreckt über dem Kopf. Unmittelbar vor dem Austauchen wird der Schnorchel ausgeblassen. Panikaufstieg vermeiden!

empfohlene Wassertiefe: min. 180cm

Schwimmen einer liegenden Acht (Kreisdurchmesser je zirka 2m) in Bauch- bzw. Rückenlage. Abtauchen und auftauchen erfolgen in Bauchlage.

empfohlene Wassertiefe: min. 300cm

1 Hocksitz, Schienbeine gefasst,
2/3 Drehen und Öffnen,
4 korrektes Eintauchen, Hohlkreuzhaltung unbedingt vermeiden. Auch möglich: Eintauchen aus dem Winkelstütz.

Eintauchen kopfwärts:
Der Körper bildet beim Eintauchen kopfwärts eine möglichst gerade Linie von den Händen bis zu den Zehenspitzen. Die Füsse und die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und die Gesässmuskulatur sind so gespannt, dass eine Hohlkreuzhaltung vermieden wird. Die Arme sind so über den Kopf geschlossen, dass sie eine gerade Verlängerung des Oberkörpers bilden und der Kopf soll genau zwischen den Armen sein und weder nach vorne noch nach hinten angezogen werden.
Die Hände sind fest geschlossen:

Handflächen auf Handrücken    oder     Mit dem Daumen einer Hand in der
                                                                       Faust der anderen



Sprunghöhe: 3m
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm

Start im Wasser, 10m schwimmen, durch Reifen 1 tauchen, auftauchen, durch Reifen 2 tauchen, auftauchen, Gewichtsring holen und in Rückenlage (Gewichtsring mit einer Hand in Bauchhöhle festhalten) 25m zum Start zurückschwimmen. Bitte Distanzen beachten!

Zeitlimite: max. 2Min
empfohlene Wassertiefe: min. 180cm