Wasserspringen

Wasserspringen 4


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer nach dem Aufsatzsprung ohne Körpervorlage im sicheren Gleichgewicht auf dem Brettende aufsetzt, mit einer vollständigen Streckung abspringt im Kulminationspunkt eng anhockt und dabei mit beiden Händen die Schienbeine fasst, öffnet und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.

Der Anlauf:
Nach den international gültigen Regeln besteht ein Anlauf aus mindestens drei Anlaufschritten und einem Aufsatz- oder Schlusssprung auf das Brettende, dem dann unmittelbar der Absprung zu folgen hat. Vor dem Anlauf nimmt der Springer die Grundstellung ein. Die drei, vier
oder fünf Schritte werden ruhig und langsam ausgeführt. Der Körper bleibt dabei stets aufrecht (vertikal), die Armführung ist freigestellt.

Der Aufsatzsprung:
Nach den gleichmässigen Anlaufschritten wird ein Schlusssprung oder ein Aufsatzsprung gemacht. Beim Aufsatzsprung springt der Springer mit dem Sprungbein -also einbeinig- ab und schwingt dabei das im Kniegelenk gebeugte Schwungbein vorwärts-hoch, bis der Oberschenkel mindestens waagrecht ist, gleichzeitig werden die Arme vorwärts-hoch geschwungen. Die Landung nach dem Schlusssprung erfolgt auf beiden Beinen, die Arme kreisen seitwärts-abwärts. Durch die Wucht des fallenden Körpers und das Hochschwingen der Arme wird
das Sprungbrett tief gedrückt, die Gelenke der Beine beugen sich in eine Absprungstellung und im Moment, in dem das Brettwieder zurückschnellt, streckt der Springer die Fussgelenke energisch zum Absprung. Die Sprungkraft des Körpers und die Federkraft des Brettes vereinigen sich, daraus entsteht die grosse Absprunghöhe des Springers. Als Ein-Schritt-Anlauf wird der letzte Anlaufschritt mit dem Aufsatzsprung bezeichnet.

Absprung mit Ausholbewegung:


1. Die Arme sind in der Ausgangsstellung seitlich am Körper angeschlossen.
2. Die Arme holen seitwärts oder seitwärts-hoch aus und gleichzeitig hebt sich der Körper in den Zehenstand.
3. Die Arme schwingen seitwärts-abwärts und die Fuss- und Kniegelenke werden gebeugt, ohne dass die Hüften und der Oberkörper nach vorne oder nach hinten fallen.
4. Die Arme schwingen rasch vorwärts in die Hochhalte und der ganze Körper wird mit einem energischen Absprung gestreckt.

Absprung vom 1m-Brett
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, eng anhockt, vollständig gestreckt eintaucht und bis auf den Bassinboden durchtaucht.

Eintauchehaltung:
Der Körper bildet beim Eintauchen kopfwärts eine möglichst gerade Linie von den Händen bis zu den Zehenspitzen. Die Füsse und die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und die Gesässmuskulatur sind so gespannt, dass eine Hohlkreuzhaltung vermieden wird. Die Arme sind so über den Kopf geschlossen, dass sie eine gerade Verlängerung des Oberkörpers bilden und den Kopf soll genau zwischen den Armen sein und weder nach vorne noch nach hinten angezogen werden.
Die Hände sind fest geschlossen.
           Entweder:                                                                 oder:
Handflächen auf Handrücken                    Mit dem Daumen einer Hand in der Faust der anderen

Absprung vom 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm


Die Übung ist erfüllt, wenn der Springer gestreckt (ohne Hohlkreuz) und mit dem Kopf zwischen den Armen eintaucht.

Absprung vom 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm


Die Übung ist erfüllt, wenn der Springer bei der Rolle rückwärts eng gehockt ist und wenn er seine Beine zum senkrechten Eintauchen energisch streckt.

Eintauchen fusswärts:
Der Körper steht senkrecht zur Wasseroberfläche, die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und Gesässmuskulatur ist gespannt, die Arme sind seitlich am Körper, die Handflächen an den Oberschenkeln angelegt, die Kopfhaltung ist aufrecht und der Blick geht geradeaus.

Absprung vom 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm


Die Übung ist erfüllt, wenn der Springer nach der Rolle vorwärts zum Stand auf das Brettende gelangt, hier die Beine vollständig streckt, um aus der Neigehaltung korrekt kopfwärts einzutauchen.

Absprung ab 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm


Die Übung ist erfüllt, wenn der Springer den Handstand ohne Hohlkreuzhaltung steht und nachher in korrekter Eintauchhaltung (siehe 4.5) bis zum Bassinboden oder bis auf mindestens 2m Tiefe durchtaucht. Hilfestehen beim Handstand ist gestattet.

Absprung vom 1m-Brett oder 1m-Plattform
empfohlene Wassertiefe: min. 350cm