Wasserspringen

Wasserspringen 5

Bewertung:
Die Bewertung der einzelnen Sprünge einesTests erfolgt in Anlehnung ans Wettkampfreglement durch Noten von O-1O.
Notenskala:
0 = nicht ausgeführt oder vollständig misslungen
1/2-2 =ungenügend, grobeFehler
2 1/2-4 1/2 - mittelmässig, fehlerhaft
5-6 = zufriedenstellend, kleine Fehler
6 1/2-8 =gut, fast fehlerlos
8 1/2-10 =ausgezeichnet, fehlerlos
Die Benotung hat unabhängig von der Schwierigkeit des Sprunges zu erfolgen und muss folgenden Hauptpunkten Rechnung tragen:
- dem Anlauf
- dem Absprung, der Sprunghöhe und der Flugbahn
- der Technik und der Anmut des Sprunges
- dem Eintauchen
Für alle Punktabzüge gelten die Wettkampfreglemente der Fédération internationale de natation amateur (FINA).

Der Test 5 ist bestanden, wenn der Teilnehmer mit den 6 Sprüngen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 100 Punkten erreicht. Darin darf kein Sprung mit der Note 0 (nicht ausgeführt, vollständig misslungen) enthalten sein.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer ohne Körpervorlage mit einer vollständigen Streckung abspringt, im Kulminationspunkt anhechtet und dabei mit beiden Händen die Fussriste berührt, öffnet und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.

Der Anlauf:
Nach den international gültigen Regeln besteht ein Anlauf aus mindestens drei Anlaufschritten und einem Aufsatz- oder Schlusssprung auf das Brettende, dem dann unmittelbar der Absprung zu folgen hat. Vor dem Anlauf nimmt der Springer die Grundstellung ein. Die drei, vier
oder fünf Schritte werden ruhig und langsam ausgeführt. Der Körper bleibt dabei stets aufrecht (vertikal), die Armführung ist freigestellt.

Der Aufsatzsprung:
Nach den gleichmässigen Anlaufschritten wird ein Schlusssprung oder ein Aufsatzsprung gemacht. Beim Aufsatzsprung springt der Springer mit dem Sprungbein -also einbeinig- ab und schwingt dabei das im Kniegelenk gebeugte Schwungbein vorwärts-hoch, bis der Oberschenkel mindestens waagrecht ist, gleichzeitig werden die Arme vorwärts-hoch geschwungen. Die Landung nach dem Schlusssprung erfolgt auf beiden Beinen, die Arme kreisen seitwärts-abwärts. Durch die Wucht des fallenden Körpers und das Hochschwingen der Arme wird
das Sprungbrett tief gedrückt, die Gelenke der Beine beugen sich in eine Absprungstellung und im Moment, in dem das Brettwieder zurückschnellt, streckt der Springer die Fussgelenke energisch zum Absprung. Die Sprungkraft des Körpers und die Federkraft des Brettes vereinigen sich, daraus entsteht die grosse Absprunghöhe des Springers. Als Ein-Schritt-Anlauf wird der letzte Anlaufschritt mit dem Aufsatzsprung bezeichnet.

Absprung mit Ausholbewegung:


1. Die Arme sind in der Ausgangsstellung seitlich am Körper angeschlossen.
2. Die Arme holen seitwärts oder seitwärts-hoch aus und gleichzeitig hebt sich der Körper in den Zehenstand.
3. Die Arme schwingen seitwärts-abwärts und die Fuss- und Kniegelenke werden gebeugt, ohne dass die Hüften und der Oberkörper nach vorne oder nach hinten fallen.
4. Die Arme schwingen rasch vorwärts in die Hochhalte und der ganze Körper wird mit einem energischen Absprung gestreckt.


Der Sprung ist erfüllt wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, eng anhockt, vollständig gestreckt eintaucht und bis zum Bassinboden oder mindestens bis auf 2m Tiefe durchtaucht.

Eintauchehaltung:
Der Körper bildet beim Eintauchen kopfwärts eine möglichst gerade Linie von den Händen bis zu den Zehenspitzen. Die Füsse und die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und die Gesässmuskulatur sind so gespannt, dass eine Hohlkreuzhaltung vermieden wird. Die Arme sind so über den Kopf geschlossen, dass sie eine gerade Verlängerung des Oberkörpers bilden und den Kopf soll genau zwischen den Armen sein und weder nach vorne noch nach hinten angezogen werden.
Die Hände sind fest geschlossen.
           Entweder:                                                                 oder:
Handflächen auf Handrücken                    Mit dem Daumen einer Hand in der Faust der anderen

a)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körperrücklage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung anhockt, die Schienbeine kurz fasst und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.
b)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körperrücklage abspringt, den gespannten Körper durch das Anheben von Hüften und Fussrist dreht und in korrekter Eintauchhaltung höchstens 2-3m vom Brettende entfernt eintaucht.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, eng anhockt, vollständig gestreckt eintaucht und bis zum Bassinboden oder mindestens auf 2m Tiefe durchtaucht.

a)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer ohne Körpervorlage mit einer vollständigen Streckung abspringt, anhechtet, aus der Hechtlage die Schraube auslöst, sie während der vollständigen Streckung beendet und senkrecht mit Front zum Sprungbrett eintaucht.

b)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer ohne Körperrücklage mit einer vollständigen Streckung abspringt, die Schraube auslöst, indem er einen Arm energisch vorwärts-abwärts schwingt und den Kopf auf die Seite dieses Armes dreht, die Schraube abstoppt, indem er die Arme in die Seithalte bringt und senkrecht mit dem Rücken zum Sprungbrett eintaucht.

Eintauchen fusswärts:
Der Körper steht senkrecht zur Wasseroberfläche, die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und Gesässmuskulatur ist gespannt, die Arme sind seitlich am Körper, die Handflächen an den Oberschenkeln angelegt, die Kopfhaltung ist aufrecht und der Blick geht geradeaus.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer den Handstand ohne Hohlkreuzhaltung steht, für die Drehung anhockt, die Schienbeine kurz fasst und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.