Wasserspringen

Wasserspringen 6

Bewertung:
Die Bewertung der einzelnen Sprünge einesTests erfolgt in Anlehnung ans Wettkampfreglement durch Noten von O-1O.
Notenskala:
0 = nicht ausgeführt oder vollständig misslungen
1/2-2 =ungenügend, grobeFehler
2 1/2-4 1/2 - mittelmässig, fehlerhaft
5-6 = zufriedenstellend, kleine Fehler
6 1/2-8 =gut, fast fehlerlos
8 1/2-10 =ausgezeichnet, fehlerlos
Die Benotung hat unabhängig von der Schwierigkeit des Sprunges zu erfolgen und muss folgenden Hauptpunkten Rechnung tragen:
- dem Anlauf
- dem Absprung, der Sprunghöhe und der Flugbahn
- der Technik und der Anmut des Sprunges
- dem Eintauchen
Für alle Punktabzüge gelten die Wettkampfreglemente der Fédération internationale de natation amateur (FINA).

Der Test 6 ist bestanden, wenn der Teilnehmer mit den 6 Sprüngen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 120 Punkten erreicht. Darin darf kein Sprung mit der Note 0 (nicht ausgeführt, vollständig misslungen) enthalten sein.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer nach dem Aufsatzsprung ohne Körpervorlage im sicheren Gleichgewicht auf dem Brettende aufsetzt, mit einer vollständigen Streckung abspringt, zweimal die Schienbeine in einer engen Hocke fasst, danach jeweils Beine und Körper vollständig streckt und senkrecht höchstens 1-2m vom Brettende entfernt eintaucht.

Der Anlauf:
Nach den international gültigen Regeln besteht ein Anlauf aus mindestens drei Anlaufschritten und einem Aufsatz- oder Schlusssprung auf das Brettende, dem dann unmittelbar der Absprung zu folgen hat. Vor dem Anlauf nimmt der Springer die Grundstellung ein. Die drei, vier
oder fünf Schritte werden ruhig und langsam ausgeführt. Der Körper bleibt dabei stets aufrecht (vertikal), die Armführung ist freigestellt.

Der Aufsatzsprung:
Nach den gleichmässigen Anlaufschritten wird ein Schlusssprung oder ein Aufsatzsprung gemacht. Beim Aufsatzsprung springt der Springer mit dem Sprungbein -also einbeinig- ab und schwingt dabei das im Kniegelenk gebeugte Schwungbein vorwärts-hoch, bis der Oberschenkel mindestens waagrecht ist, gleichzeitig werden die Arme vorwärts-hoch geschwungen. Die Landung nach dem Schlusssprung erfolgt auf beiden Beinen, die Arme kreisen seitwärts-abwärts. Durch die Wucht des fallenden Körpers und das Hochschwingen der Arme wird
das Sprungbrett tief gedrückt, die Gelenke der Beine beugen sich in eine Absprungstellung und im Moment, in dem das Brettwieder zurückschnellt, streckt der Springer die Fussgelenke energisch zum Absprung. Die Sprungkraft des Körpers und die Federkraft des Brettes vereinigen sich, daraus entsteht die grosse Absprunghöhe des Springers. Als Ein-Schritt-Anlauf wird der letzte Anlaufschritt mit dem Aufsatzsprung bezeichnet.

Absprung mit Ausholbewegung:


1. Die Arme sind in der Ausgangsstellung seitlich am Körper angeschlossen.
2. Die Arme holen seitwärts oder seitwärts-hoch aus und gleichzeitig hebt sich der Körper in den Zehenstand.
3. Die Arme schwingen seitwärts-abwärts und die Fuss- und Kniegelenke werden gebeugt, ohne dass die Hüften und der Oberkörper nach vorne oder nach hinten fallen.
4. Die Arme schwingen rasch vorwärts in die Hochhalte und der ganze Körper wird mit einem energischen Absprung gestreckt.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, anhechtet, vollständig gestreckt eintaucht und bis zum Bassinboden oder mindestens auf 2m Tiefe durchtaucht.


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körperrücklage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung die Knie in die Hocke nach oben bringt, die Schienbeine kurz fasst, öffnet und in korrekter Eintauchhaltung höchstens 2-3m vom Brettende entfernt eintaucht. Das korrekte Eintauchen wird durch eine deutliche Trennung der Streckphasen 1-3 erleichtert. (1= Bein- und Rumpfmuskulatur gespannt, 2 = Blick zum Eintauchpunkt, 3 =Arme in Eintauchhaltung).

Eintauchehaltung:
Der Körper bildet beim Eintauchen kopfwärts eine möglichst gerade Linie von den Händen bis zu den Zehenspitzen. Die Füsse und die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und die Gesässmuskulatur sind so gespannt, dass eine Hohlkreuzhaltung vermieden wird. Die Arme sind so über den Kopf geschlossen, dass sie eine gerade Verlängerung des Oberkörpers bilden und den Kopf soll genau zwischen den Armen sein und weder nach vorne noch nach hinten angezogen werden.
Die Hände sind fest geschlossen.
           Entweder:                                                                 oder:
Handflächen auf Handrücken                    Mit dem Daumen einer Hand in der Faust der anderen


Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit einer vollständigen Beinstreckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, eng anhockt und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.

Eintauchen fusswärts:
Der Körper steht senkrecht zur Wasseroberfläche, die Beine sind gestreckt, die Rumpf- und Gesässmuskulatur ist gespannt, die Arme sind seitlich am Körper, die Handflächen an den Oberschenkeln angelegt, die Kopfhaltung ist aufrecht und der Blick geht geradeaus.

a)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Beinstreckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht, eng anhockt und vollständig gestreckt senkrecht eintaucht.
b)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Beinstreckung abspringt, für die Drehung das Becken hochzieht und die Arme vorwärts-abwärts schwingt, eng anhockt, zum Eintauchen vollständig streckt und ohne zu überschlagen bis zum Bassinboden oder mindestens auf 2m Tiefe durchtaucht.

a)
Für den Auerbachkopfsprung:
Das korrekte Eintauchen wird durch eine deutliche Trennung der Streckphasen 1-3 erleichtert (1= Bein- und Rumpfmuskulatur gespannt, 2= Blick zum Eintauchpunkt, 3= Arme in Eintauchhaltung).
b)
Der Sprung ist erfüllt, wenn der Springer mit minimalster Körpervorlage und einer vollständigen Streckung abspringt, für die Drehung die Knie in die Hocke nach oben bringt, die Schienbeine kurz fasst, öffnet und in korrekter Eintauchhaltung ( kopf- oder fusswärts) eintaucht.